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Seeg verlobt sich

Wie Kirchturmspitzen eine Freundschaft zwischen zwei Dörfern entstehen lassen oder ein modernes Märchen

Am 28. Oktober 2012 unterzeichneten die beiden Bürgermeister der Kommunen Seeg und Saint Laurent sur Sèvre – Manfred Rinderle und Guy-Marie Maudet sowie die Vertreter des Bürgerforums Seeg – Ulrich Wagner und Renate Carré und das französische Komitee für die Dorfpartnerschaft – Bernard Hersant und Christian Pasquier in Saint Laurent den Freundschaftsvertrag zwischen den beiden Kommunen. Eine „Verlobung“ nannte es der französische Bürgermeister Maudet und schmunzelte dabei, „und zwar genau so eine, wie es heutzutage auch bei vielen Paaren abläuft – man trifft sich im Internet, findet sich sympathisch, lernt sich kennen und wenn es gut passt, dann bleibt man zusammen.“ Denn genauso geschah es auch 2008 mit Seeg und St. Laurent. Saint Laurent hatte sich auf einer Internetseite für Städtepartnerschaften vorgestellt, welche die Arbeitskreisvorsitzende, Renate Carré, damals entdeckte. Auf den Bildern des Dorfes fielen ihr vor allem die vielen Kirchturmspitzen auf. Saint Laurent sur Sèvre wird auch das „Heilige Städtchen der Vendée“ genannt – was es aufgrund seiner Kirchengeschichte auch durchaus kann (3 Klosterorden prägen das Bild des Dorfes bis heute: die Brüder Montforts, die Brüder St. Gabriel sowie der Schwesterorden „La Sagesse“). Neugierig geworden durch dieses auffallende Merkmal, wollte sie sich besser informieren und rief den dortigen Ansprechpartner an – et voilà – innerhalb kurzer Zeit bahnte sich ein sehr intensiver Austausch an. Man verstand sich gleich auf Anhieb und die Bürger von beiden Seiten zeigten reges Interesse, sich kennenzulernen.

Jedes Jahr kam es zu verschiedenen Austäuschen über Vereine, Schüler, Ausstellungen usw. In beiden Dörfern werden seit 2009 Deutsch- bzw. Französischkurse angeboten.

So kamen insgesamt 45 Bürger aus Seeg nach Saint Laurent, um bei diesem festlichen Akt dabei zu sein. Gemeinderäte, Vereinsvorstände und Mitglieder, Lehrer sowie Vertreter des Bürgerforums Seegs, welches dieses Projekt betreut, waren mit dabei. „Zum Luft holen hatten wir zwar nicht viel Zeit“, meinte eine Teilnehmerin danach, denn ein Programmpunkt jagte den anderen, „aber missen möchte ich es nicht, es war einfach ein besonderes Erlebnis“. Die Seeger waren bei Gastfamilien untergebracht und wurden kräftig verwöhnt. „Leben wie Gott in Frankreich“, so hieß das Programm und so fühlten sich alle Teilnehmer auch. 

Eine neue Fluglinie ermöglichte der Seeger Gruppe eine kurze Anreise in das 1 178 km entfernte Dorf. Die Umgebung sollte erkundet werden, so gab es einen Ausflug nach Saumur um eine Schaumwein-Kellerei zu besuchen und die Weine zu testen, ganz typisch für das Tal der Loire. Mittags wurden in einem speziellen Restaurant, welches sich in einer Kalksteinhöhle befand, die typischen „Fouées“ angeboten – im Holzofen frisch gebackene Brötchen, mit verschieden Zutaten, wie z.B. frischen Champignons, belegt – dazu natürlich der köstliche Wein der Umgebung. Der Abend endete mit einem Folklore-Abend, an dem typische Tänze der Vendée gezeigt wurden. Vor der Unterzeichnung des Freundschaftsvertrages wurde eine deutsch-französische Messe gehalten. Wanderungen um das Dorf, Vereinetreffen mit den Schützen, der Feuerwehr sowie dem Tischtennisverein waren ebenfalls angesagt. Auch die staatliche Grundschule in St. Laurent ist an einem Austausch mit der Seeger Grundschule interessiert. Ein besonderes Highlight vor der Abreise war der Besuch der Insel „D’Yeu“. Bei bestem Wetter fuhren die Seeger zuerst mit dem Bus an die Küste und dann mit dem Schiff auf die Insel. Dort wartete bereits ein Bus auf sie, um eine Inselrundfahrt durchzuführen. Die Sonne strahlte mit den Seegern und seinen französischen Gastgebern um die Wette, denn die Insel mit ihren vielen zerklüfteten Küsten und wunderschönen Stränden, Leuchttürmen und weißgetünchten Häuschen, war wirklich ein Genuß. Ein Sonnenuntergang auf dem Boot - wie er schöner nicht sein konnte, beendete diesen Tag.  

Am Tag der Abfahrt beim gemeinsamen Brunch kamen viel mehr Gäste als geplant, alle wollten sich verabschieden und man wollte sich gar nicht trennen. Gott sei Dank hatte der Bäcker um die Ecke genügend Baguettes vorrätig, damit auch alle mit frühstücken konnten. Mittlerweile gibt es auch einen neuen Termin: 8. Mai 2013 – da werden die französischen Freunde nach Seeg reisen und der offizielle Freundschaftsvertrag soll unterzeichnet werden. „Die Messlatte ist hoch“, meinte Ulrich Wagner, Bürgerforumsvorstand von Seeg, „aber die Ideen werden schon gesammelt und wir werden sicherlich ebenfalls ein abwechslungsreiches Programm gestalten.“

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